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Herbstreise 2010

"Feuerwehrübung" auf der Herbstreise

Bei herrlichem Spätsommerwetter traf sich am Sonntagmorgen eine bunt gemischte Schar ehemaliger und aktiver Feuerwehrleute am Bahnhof Dietlikon, um die traditionelle Herbstreise anzutreten. Ebenfalls eine Tradition: der zuletzt Ankommende schreibt den Bericht.

Die Einladung liess keine Rückschlüsse auf Ziel und Programm zu, so dass die rund 40 Teilnehmer zünftig gespannt waren, wohin die Reise gehen würde.

Zuerst fuhren wir ganz unspektakulär mit der S-Bahn nach Zürich, wo wir auf den Schnellzug nach Luzern wechselten. Unser Reiseleiter, Angestellter bei den SBB, hatte schon vorsorglich Gipfeli bestellt, wohl wissend, dass manch einer ohne angemessene "Grundlage" am Treffpunkt erscheinen würde. Diese waren dann auch an Bord, doch scheiterte der "Gipfeli-Express" an der Sturheit des Wägelischieber-Kaffeeverkäufers und der simplen Tatsache, dass er am falschen Ende des Zuges an Bord gegangen war.  Immer noch hungrig stürmten deshalb etliche Feuerwehrleute die diversen Kioske,Verpflegungsstände und Läden im Bahnhof Luzern, um sich das Nötigste zu besorgen, ehe der Anschlusszug nach Stans abfuhr.  Von Stans aus gings per Postauto nach Beckenried und von dort mit der Luftseilbahn hinauf auf die Klewenalp.

Ein kurzer Rundgang im Alpenkräutergarten, ein bisschen den Murmeltieren im Gehege zugeschaut und schon war es Zeit, sich zum Mittagessen zu versammeln. Diese Stärkung war dringend nötig, denn jetzt ging es zur "Alpenolympiade Klewenalp"! In den fünf Disziplinen "Mischtbänne-Ränne", sägen, Hufeisen werfen, nageln und melken wurde um Punkte gekämpft.

Zur Beruhigung aller Tierfreunde: Es wurde keine Kuh gequaelt, eine Euterattrape aus Gummi musste unsere ersten Melkversuche aushalten.
Während das Wettkampfbüro rechnete, gönnten sich die einen den Nachmittags-Kaffe, andere genossen den grandiosen Ausblick über den Vierwaldstättersee.

Nach der Rangverkündigung ging es dann schon wieder talwärts, leider aber, infolge Übergewichts, konnte nicht die ganze Gruppe in der selben Kabine fahren. Dadurch ging uns das Schiff nach Brunnen durch die Latten und unser Reiseleiter wurde in seiner Königsdisziplin gefordert: Trouble-Shooting.  Es sei verraten: Diesbezüglich ist er ein Meisterschütze!

Wir bestiegen das Schiff in der Gegenrichtung, also nach Luzern statt nach Brunnen, und noch während der Fahrt organiserte unser Profi von der Bahn alles neu. In Luzern angekommen erwartete uns ein verlängerter Zug nach Zürich, ergänzt um ein paar Wagen erster Klasse, davon ein ganzes Oberdeck reserviert für uns! Hut ab vor dieser Leistung!

Hier zeigte sich wieder, was auch in der Feuerwehr im Einsatz gelebt wird:
Nicht der Rang ist entscheidend, der am besten geeignete macht den Job!
So kam die ganze Gesellschaft gut gelaunt mit nur einer halben Stunde Verspätung  gegenüber dem ursprünglichen Plan wieder in Dietlikon an und alle waren sich einig: Es war eine herrliche Reise, ein gelungener Anlass, überraschend für alle und eine "Feuerwehrübung" fürs OK war auch noch inbegriffen!

Feuerwehr Dietlikon
Roland Tobler - Zug 2

xeiro ag