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20171027_Hauptübung

Bei der Dietliker Feuerwehr wird heiss gegessen und kalt gelöscht

An der diesjährigen Hauptübung der Feuerwehr Dietlikon am 27. Oktober des Jahres gab es sowohl Beförderungen als auch Abschiede: Man sucht noch immer nach geeignetem Nachwuchs. Geboten wird den Interessenten ein äusserst kameradschaftlicher Umgang untereinander sowie das Schaffen mit modernsten Gerätschaften.

Dass es eine Feuerwehr in jedem Ort braucht, ist unbestritten

Daher braucht es auch Leute, die sich für diesen Dienst zur Verfügung stellen. Zum Glück wohnen in Dietlikon so einige technik- und wärmeaffine Leute, die eine gute Gemeinschaft schätzen. Stefan Dangel, Kommandant der Feuerwehr Dietlikon, hiess alle seine Leute um 19.00 h zum Appell antreten. Neben den eigenen Leuten waren Gäste geladen, die mit dem Feuerwehrgeschehen im Alltag viel oder weniger zu tun haben oder früher damit zu tun hatten: Vom Gemeinderat Dietlikon zugegen waren Gemeindepräsidentin Edith Zuber, Ewald Benz, Vorsteher Einwohnerdienste und Sicherheit und Cristina Wyss-Cortellini, Vorsteherin Infrastruktur und Unterhalt. Von den umliegenden Feuerwehren waren jeweils Zweier-Delegationen geladen worden und auch die Gemeindepolizei durfte nicht fehlen, ist sie oder die Kantonspolizei doch ständige Begleiterin, wenn eine Sache Feuer fängt oder die Feuerwehr für andere Aufgaben im Einsatz steht.

Öl-Wasserwehr-Fahrzeug einer anderen Feuerwehr in Augenschein genommen

Die Delegation der Feuerwehr Pfungen-Dättlikon hatte ihr Öl-Wasserwehr-Fahrzeug (OWF) mitgebracht. Dieses wurde interessiert betrachtet, beherbergt es doch Dinge, die im jeweiligen Schadensfall von immensem Nutzen sind: Dort sind beispielsweise Schwimmwesten eingelagert, wenn man bei Gewässern arbeitet. Zudem verfügt es über einen Generator, der rasch gestartet werden kann und mit dem Strom einen Scheinwerfer auf einem Teleskoprohr versorgt. An vielen Orten und gerade auch in der Dunkelheit fehlt das Licht zum Arbeiten, daher ist ein solcher Scheinwerfer von Nutzen, um das Geschehen auszuleuchten. Ferner finden sich im Öl-Wasserwehr-Fahrzeug verschiedene andere Hilfsmittel, welche unentbehrlich sind bei der Rettung und Bergung von Personen und daher ist es nur allzu gut verständlich, dass die Feuerwehr Dietlikon ein solches Fahrzeug anschaffen möchte.

Die Gebäudeversicherung Zürich (GVZ) trägt zur Hälfte die Anschaffungskosten, die andere Hälfte trägt die Gemeinde. Die Bestimmungen über die Subventionierung haben sich geändert und Dietlikon kann aktuell, in der Übergangszeit, noch von der alten Lösung profitieren und erhält die entsprechenden Subventionen. Im kommenden Dezember 2017 wird darüber abgestimmt und falls der Souverän pro Anschaffung Fahrzeug stimmt, würde dieses voraussichtlich auf Herbst 2018 geliefert und der Bevölkerung dann zur Verfügung stehen. Dieses neue Fahrzeug ersetzt das rote, wohlbekannte Pionierfahrzeug (PIF). Die meisten Feuerwehrfahrzeuge im Kanton Zürich sind mittlerweile im Farbton «lemon» gehalten. Dies, um im oftmals dichten Strassenverkehr während der Einsatzfahrten früher aufzufallen, damit die übrigen Verkehrsteilnehmer schneller Platz schaffen.

Feuer entfacht und bald auch wieder gelöscht

Um die Arbeit der Feuerwehr anschaulich für die geladenen Gäste erfahrbar zu machen, hatte man an verschiedenen Orten im Dorf Feuer gemacht. So waren alle herzlich eingeladen, den Löscharbeiten zuzuschauen. Am Kyburgerweg war ein Feuer entfacht, welches die Feuerwehrleute schnellstmöglich löschen sollten. Ein Feuerwehrmann hielt das Hochstrahlrohr auf die Hausfassade, damit diese geschützt und somit kein Feuer aufs Wohnhaus überspringen würde. Das Feuer war denn auch bald aus und man fuhr zum Hauptort des Geschehens, ans Feuerwehrgebäude an der Hofwiesenstrasse 30 zurück.

Hier war die andere Hälfte der Feuerwehrleute damit beschäftigt, ein Feuer in einem Metallbehälter auf der Wiese vis-à-vis dem Feuerwehrgebäude zu löschen. Dafür kam ein Wasserwerfer (Monitor) zum Einsatz, der altershalber den alten gerade ersetzt hat und dessen Gebrauch den Kameraden vorab kurz erklärt wurde. Ein Monitor kommt bei einem sehr grossen Brand, beispielsweise bei einem Vollbrand eines Lagergebäudes zum Einsatz und liefert pro Minute 1’200 l Wasser.

Geladene Gäste von verschiedenen Organisationen, die mit der Feuerwehr zusammenarbeiten

Da die Feuerwehr im Ernstfall immer auch Unterstützung von anderen Organisationen braucht, waren deren Vertreter auch geladen: So war der Samariterverein vertreten durch seine Präsidentin Claudia Kühni und Maria Gruber sowie Paul Kilcher. Sie betreuen an verschiedenen Anlässen Leute vor Ort, die sich unwohl fühlen oder Blessuren erlitten und versorgen sie mit den wichtigsten lebensrettenden Massnahmen bis zum Eintreffen der Ambulanz. Auch im Samariterverein Dietlikon fehlt der Nachwuchs und man freut sich dort über Verstärkung.

Beförderungen und Verabschiedungen

Nach dem Nachtessen begrüsste Dangel alle Geladenen und rief diejenigen nach vorne, die im Dienstgrad befördert wurden: Benjamin Zoller und Michel Patt zum Wachmeister und bedankte sich bei ihnen mit einem kleinen Geschenk nebst den Gradabzeichen, die auf dem Tenue getragen werden.

Leider gab es auch einige, von denen man sich verabschieden musste. Daher ist die Feuerwehr noch immer auf der Suche nach geeignetem Nachwuchs, der die Lücken wieder schliesst.

Yvonne Zwygart Kurier / 29.10.2017

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