Diese Seite ausdrucken

2015.09_Einsatzübung_17092015

Grosse Feuerwehrübung in Dietlikon Süd

 

 

Truppenübung mit Tumult, Trubel und schwarzem Rauch

Die Feuerwehr Dietlikon hat am Donnerstag vergangener Woche eine imposante Übung in Dietlikon Süd durchgeführt. Eine Explosion in einem Keller, ein Auffahrunfall und insgesamt 15 Verletzte hielten die 61 Feuerwehrmänner und -frauen auf Trab.

 

Um den Feuerwehrkommandanten Roger Waldner, der Ende dieses Jahres von seinem Amt zurücktreten wird, gebührend zu verabschieden, haben die Feuerwehrleute Patrick Keller und Stefan Dangel, der Waldners Nachfolger wird, eine Grossübung arrangiert – als Überraschung, notabene. Mit dabei waren auch Partnerorganisationen der Feuerwehr wie der Samariterverein Dietlikon, der Zivilschutz Hardwald sowie Schutz und Rettung aus Zürich mit einem Hubretter-Fahrzeug, das einen 58  Meter hohen, ausfahrbaren Ausleger beinhaltet.

Die Post ging ab

Um 18 Uhr wurde bei der Feuerwehr der Alarm ausgelöst, bereits acht Minuten später waren die ersten Feuerwehrleute vor Ort, unter Ihnen auch der Kommandant, Roger Waldner. Zuerst wurde er über die Situation in Kenntnis gesetzt: Eine Explosion im Keller der Firma Linde hat sechs Verletzte gefordert. Der Rauch hat sich ausgebreitet, sodass einige Leute die Büros in den oberen Stockwerken nicht mehr verlassen konnten. Durch die Ablenkung der Explosion hat sich auf der Neuen Winterthurerstrasse ein Autounfall mit weiteren Verletzten ereignet, die zu allem Elend noch einen Hydranten umgefahren haben. Dadurch war vor dem Gebäude kein Wasser verfügbar, sodass der Zivilschutz Bassersdorf eine 360 Meter lange Leitung für die Tanklöschfahrzeuge legen musste. «Wir lassen bei dieser Übung richtig die Post abgehen und arbeiten zu Ehren des Kommandanten mit schwarzem Rauch und nicht mit weissem», meinte Patrick Keller, der seit Dezember letzten Jahres mit der Organisation dieses Events beschäftigt war.

 
 
 

Gemeinsam ein Problem lösen

Nachdem sich Waldner eine Übersicht verschaffte, dirigierte er die diversen Feuerwehrleute zu ihren Einsatzorten. Die Neue Winterthurerstrasse wurde einspurig gesperrt, die Verletzten aus dem Gebäude und den Autos geborgen und das Feuer gelöscht. Nach rund zwei Stunden war der Spuk vorbei.

«Ich bin nach Einsätzen immer froh, wenn alles geklappt hat. Heute bin ich besonders erleichtert, dass es nur eine Übung war», sagte Waldner nach dem Manöver. Wichtig sei, dass man sich zu Beginn ein Bild der Situation mache, was man auch Chaos-Phase nenne. Dann müsse er als Kommandant Prioritäten setzen und alles strukturieren. «Das Schöne an der Arbeit der Feuerwehr ist, dass wir alle zusammen ein Problem lösen», meinte der scheidende Kommandant. Die Feuerwehrleute haben gemäss Waldner alle ein gemeinsames Gedankengut und gehen positiv miteinander um. «Die letzten 20 Jahre bei der Feuerwehr waren die besten Jahre meines Lebens», meinte er und freut sich, dass es auch nach seinem Rücktritt noch Gelegenheit gibt, seine Kameraden zu treffen.

 

Rita Stocker / Kurier Nr. 38  25.09.2015

 

xeiro ag