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2009.08.29_VA_Reise

Verkehrsgruppe Feuerwehr Dietlikon – ab in den Süden...

Voller Erwartungen hörten sich die Reiseteilnehmer (aktive und ehemalige Mitglieder der Verkehrsgruppe) am Samstag Morgen das Detailprogramm für die kommenden zwei Tage an. Nachdem die Jobs verteilt waren (darunter auch derjenige des Berichterstatters!) machten wir uns in einem Kleinbus auf den Weg in Richtung Süden. Gestärkt mit Kaffee und Gipfeli am Ufer des Urnersees ging es weiter auf der Hauptstrasse über den Gotthard (der Stau liess die kürzere Fahrt durch den Tunnel nicht zu). Nach dichtem Nebel auf dem Pass entschädigte uns die Leventina mit schönstem Sonnenschein. Durch den Stau zeitlich in Druck geraten, verpflegten wir uns in Biasca auf die Schnelle mit einem Einheitsmenue. Anschliessend stand der Besuch der Baustelle der Multifunktionsstelle Faido auf dem Programm. Dieser Standort (Spurwechsel und Nothaltestellen), rund 3 km im Berg und 300 m tiefer als der Einstieg, ist Bestandteil der Alptransit Gotthard, eine zukunftsorientierte Flachbahn durch die Alpen. Der Basistunnel am Gotthard – mit 57 km der längste Tunnel der Welt – ist das Herzstück der neuen Bahnverbindung. Nebst der Führung waren der professionelle Vortrag und die multimediale Ausstellung äusserst interessant. Nach 28 Grad im Stollen – die Aufforderung im Reiseprogramm, sich dafür mit einer Jacke auszurüsten, war wohl etwas zu gut gemeint – kam die Abkühlung im Swimming-Pool unseres Hotels in Locarno wie gerufen. Das Abstellen eines vollen Bierglases im Pool ist übrigens höchst anspruchsvoll! Bei fetziger, aber viel zu lauter Rockmusik wurde auf der Piazza Grande ein feines Abendessen genossen.

Nach dem obligaten Kurzschlaf ging es nach dem Morgenessen weiter auf den Monte Tamaro. Nach dem Besuch der Kirche Santa Maria degli Angeli (Architekt Botta) inklusive hausgemachtem Glockengeläut und einigen rassigen Abfahrten auf der Rodelbahn wurde das Mittagessen mit Tessiner Spezialitäten serviert. Dieses Mal hatten wir genügend Zeit dafür. Die Unentwegten liessen sich anschliessend trotz vollem Magen eine Talfahrt auf der 400 m langen Tyrolienne (da saust man an einem Stahlseil befestigt talwärts) nicht nehmen. Das war echt geil! Schon bald ging es wieder talwärts, leider ohne Mountain-Bikes, die waren den Profis vorenthalten. Auch die beiden (echten) Esel kamen trotz den Streicheleinheiten ihrer beiden Artgenossen nicht mit ins Tal. Der Heimweg führte uns über die San Bernardino-Route, da der Gotthard bereits wieder Stau vermeldete. Nach Zwischenhalten in Bellinzona (im Autobahnshop gibt’s wirklich kein Bier zu kaufen!), Thusis und im Glarnerland kamen wir nach Dietlikon zurück.

Wie nach Grossereignissen bei der Feuerwehr üblich, gibt es zum Abschluss ein Debriefing. Dieses fand in lockerem Rahmen bei einem letzten Bierchen im Stübli des Feuerwehrgebäudes statt. Man war sich einig, das war lässig und sicher nicht das letzte Reisli. Ein herzliches Dankeschön an Reto für die super Organisation.

Reisebericht: Stephan Fürst, Ehemaliges Feuerwehrmitglied

xeiro ag