Diese Seite ausdrucken

REGA-Basis Kloten

Um 19.10 Uhr hat uns Stephan Fürst zu seiner letzten Schlussübung eingeladen. Deshalb stand etwas  Spezielles auf dem Programm:  Wir konnten die Rega-Basis am Flughafen Kloten besichtigen.

 

 

Unsere zwei Edelchauffeure (Rolf Gall und Walti Bürgin) fuhren uns durch dicken Nebel ans Flugfeld. Dort angekommen begrüsste uns Tino Schenk, Rettungssanitäter und Navigator auf dem Heli und Ausbildner für Organisationen welche mit der Rega in Kontakt kommen.

In einer ca. einstündigen Präsentation erhielten wir wichtige Informationen über die Zusammenarbeit zwischen Rega, Feuerwehr, und den anderen Partner in der Rettungskette.

Immer wieder wies er darauf hin, dass die Rega ihre professionelle Arbeit nur machen kann, wenn wir von der Feuerwehr, der Polizei, der Rettungssanitäter, den erfahrenen Bergführern vom SAC und den Pistenkontrolleuren in den Skigebieten, die Vorarbeit leisten. Eine optimale Rettung und Betreuung einer verunglückten Person gelingt nur wenn alle zusammenarbeiten.

Diese Aussage wurde uns mit eindrücklichen Bildern und durch die von Tino erlebten Einsätzen geschildert.

Danach machten wir einen Rundgang durch die Basis. Im Hangar angekommen konnten wir die Fluggeräte bestaunen, so die 2 Ambulanzflugzeuge des Typs Canadair CL 604,

 

der neue Helikopter für die Flachlandbasen Eurocopter EC145,

und der Agusta A109 A2 welcher im Gebirge eingesetzt wird.

 

Toni war in seinem Element, interessiert hörten wir ihm zu; z.B.

•Wieso das der Zürcher Heli (Funkname Rega 1) nicht mit einer Seilwinde ausgerüstet ist. Der Grund dafür ist, dass für die 2-3 Einsätze/Jahr in Zürich, bei welchem eine Seilwinde benötigt wird, die Zusatzausbildung zu teuer kommt. Wenn wir die Rega mit Seilwinde anfordern, kommt der Heli aus St. Gallen, Erstfeld oder Mollis. Einsatzleitung aufgepasst: Zeit bis zum Eintreffen ca. 30min.

•Dass eine Turbine (bei beiden Helitypen dieselbe) mit 120kg Gewicht 710PS Ausgangsleitung auf die Welle bringt. Röfe will nun eine solche Turbine fürs TLF.

•Dass auf Wunsch die Rega mit einem Suchscheinwerfer, welcher jedoch zuerst montiert werden muss, angefordert werden kann. Diese Zusatzausrüstung kann uns behilflich sein beim Suchen nach vermissten Personen, oder Ausleuchtung vom Schadenplatz bis wir unser Licht aufgestellt haben, etc.

•Dass viele internationale Schreibarbeiten gemacht werden mussten, damit die modifizierte Seilwinde nach einem Unfall (Seil gerissen) wieder eingesetzt werden konnte.

Zum Schluss des Rundgangs gings in die Einsatzzentrale. Hinter einem Panoramafester konnten wir zusehen, wie die Einsatzleiter arbeiteten. Im Dreischichtbetrieb arbeiten jeweils 5 Personen rund um die Uhr für unsere Sicherheit. Die Anforderungen und Belastungen für diese Leute sind hoch (mindestens 4-sprachig, flexibel und extrem belastbar müssen sie sein). Wurde doch von dort aus die Tsunami-Katastrophe oder das Busunglück in der Türkei neben dem „normalen“ Tagesgeschäft koordiniert und überwacht. In den paar Minuten, welche wir dort waren, gingen gleich zwei Alarme ein. Und dies an einem ruhigen Tag wie uns Toni sagte.

Am Ende des Besuches erhielt Toni für seine super Führung noch etwas Löschwasser. Wir verliessen den Rega-Stützpunkt und konnten viele Informationen mitnehmen. Es hatte für jede/n etwas, was ihm bei der Feuerwehr (Verkehrs-, Sanitätsgruppe, Zentralisten und Kommando) behilflich sein könnte.

Anzumerken ist noch, dass die Rega eine Stiftung ist, und sich durch Gönnerbeiträge finanziert (keine staatlichen Subventionen oder ähnliches). Ist schon eine gute Sache; die roten Retter aus der Luft. Möchtest Du/Sie mehr wissen? Siehe unter www.rega.ch

Hungrig fuhren dann zurück ins Depot zum 2. Teil unserer Schlussübung. Angesagt war ein gemütliches Raclette-Essen, welches von Dany Waldner plus Crew organisiert wurde. Während unserer Tour de Rega deckten 2 gute Feen für uns den Tisch. Herzlichen Dank an Monika Fürst und Eveline Müller für den reichlich gedeckten Tisch

Nach einigen Problemen mit der Stromversorgung für die Oefen lief die Käseschmelze auf Hochtouren. Aus etlichen Zutaten und 3 verschiedenen Käsesorten konnte jeder seine Gourmet-Wünsche erfüllen und schlemmen bis zum geht nicht mehr.

Bevor das Dessertbuffet folgte, wurden unsere drei Kämpfer, welche uns auf Ende Jahr verlassen, gewürdigt. Wir bedanken uns für die schöne Zeit und  die Freundschaft die wir mit Ihnen erleben durften. Auch für Ihren unermüdlichen Einsatz den sie geleistet haben.

Merci Dir, Oberleutnant Stephan Fürst (Zugführer Spezialistenzug, 26 Dienstjahre)

Merci Dir, Wachtmeister Dany Waldner (Chef Verkehrsgruppe, 16 Dienstahre)

Merci Dir, Korporal Mättu Nyffeler (Sanitätsgruppe, 7 Dienstjahre, Ortswechsel)

Jene von uns die neben dem Käse noch etwas Platz im Magen hatten standen diverse Süssigkeiten zur Verfügung. Mit Ruby’s Spezialkaffee ging der Kuchen locker runter. Beim Fachsimpeln und einem guten Schlückchen liessen wir den Abend gemütlich ausklingen.

Bedanken möchte ich mich bei all denen die für diesen gelungenen Abend beigetragen haben.
Andy Depser

 

xeiro ag
scatlife.com